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Gruselgeschichte: Das unheimliche Heulen

von Rafael, 14 Jahre

Teil 6 von 25

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Das unheimliche Heulen

In den Herbstferien zogen wir zum Schloss Dracul. Mein Dad meinte, es sei doch viel aufregender, in einem Schloss zu übernachten, als in einem Hotel. Ich wollte aber nichts Aufregendes erleben. Doch meine Meinung interessierte hier sowieso keinen. Als ich erfuhr, dass das Schloss sich in der Nähe eines Friedhofes befand, war ich nicht wirklich begeistert. Ihr fragt euch sicherlich, warum. Habt ihr euch denn nie Gedanken darüber gemacht, warum ein paar Grabsteine auf einem Friedhof umgeworfen waren? Weil die Toten unter den Steinen sie jede Nacht versuchten wegzuschieben, sodass sie aus ihren Gräbern steigen konnten.

Eine Woche später hörte ich zum ersten Mal das Furcht erregende Heulen aus dem Friedhof.
Ich hielt meinen Atem an und lauschte. Ich schlang meine Arme um mich. Ich sah zum kreidebleichen Mond hinauf. Was war das? fragte ich mich. Es klang nicht traurig und klagend, sondern bedrohlich. Immer wieder drehte ich mich um. Ich fand einfach keine Ruhe. Ich war gerade eingenickt, als das Heulen einsetzte. Es kam von weit her. Ich ging zum Fenster und schaute hinaus. Der volle Mond hing grau wie ein Totenkopf am schwarzen Himmel. Das taubesetzte Gras sah wie Schlamm aus.

Wieder erklang das lang gezogene Heulen. Es sandte mir kalte Schauer. Ich konnte nichts erkennen. Ich musste unbedingt herausfinden, wer oder was dieses unheimliche Heulen ausstieß. Ich zog mir schnell eine Jeans an. Gerade wollte ich das Zimmer verlassen, als ich unvermittelt stehen blieb. Ich hatte ein lautes Krachen wahrgenommen. Mit klopfendem Herzen lief ich den dunklen Flur entlang. Als ich am Friedhof angekommen war, konnte ich zuerst nichts erkennen. Mein Gesicht war von der kalten Luft eiskalt geworden. Seltsam, dachte ich, seit ich am Friedhof war, war das Heulen verstummt. Wieso war das Heulen verstummt? Der Wind wirbelte um mich herum.

Dann sah ich Schatten. Sie kamen auf mich zu. "Andy!" Sie riefen meinen Namen. Ich hatte Angst. Ich versuchte wegzurennen, aber meine Schuhe rutschten auf dem morastigen Untergrund aus. Ich wandte mich um. Die Schatten mit den roten Augen holten auf. Sie waren hinter mir. Keuchend strengte ich mich an, noch schneller zu laufen. Dornige Ranken schlugen mir beim Rennen ins Gesicht. Ich sah jetzt alles nur noch verschwommen, nahm nur schemenhaft Licht und Schatten wahr. Kurz darauf hielt eine starke Hand meine. Jetzt haben sie mich, schoss es mir durch den Kopf. Die unheimlichen Schatten haben mich erwischt. Im gelben Mondschein sah ich das Gesicht eines Vampirs. Dunkle Augen funkelten mich an. "Lass mich", kreischte ich. Er hob sein Gesicht in den Mond und grub mir seinen Zahn in die Schulter. Vor Schmerz schrie ich auf. Kurz darauf fiel ich in einen dunklen Schlaf.

Als ich aufwachte, dachte ich, dass es nur ein Albtraum gewesen war. Ich befand mich in meinem Zimmer und ging zum Bad. Als ich in den Spiegel schaute, sah ich nichts. Ich war da, aber mein Spiegelbild war nicht zu sehen. Ich war nun ein Vampir. Ich erinnerte mich wieder an das seltsame Ereignis am Friedhof. Ja, als der Vampir mich biss, hat er den Fluch an mich weitergegeben. Ich musste den Rest meines Lebens als Vampir verbringen.

P.S: Eine wahre Geschichte

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letzte Aktualisierung: 12.09.2010

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