Zeichenkurs: Jetzt geht es um Kopf und Kragen

Zeichenkurs - Teil 7

Teil 7 von 8

von Sandra Müller

Im vorigen Teil hast du Augen, Nase, Mund und Ohren zu einem Gesicht zusammengesetzt. Jetzt fehlt nicht mehr viel, und der ganze Kopf ist komplett.

Die Linie ist das Grundelement in jeder Zeichnung, im ersten Gekritzel eines Kindes wie im ausgearbeiteten Plan eines Erfinders. Linien kann man auf sehr unterschiedliche Art zeichnen. Unregelmäßige Linien können zum Beispiel einen unruhigen, düstern Eindruck erzeugen. Weiche, fließende Linien wirken dagegen ruhig und friedlich.

Überlege dir, welche Stimmung deine Zeichnung zeigen soll.

Zeichnen des Kopfes: Vorderansicht

Schritt 1


(Quelle: Helles Köpfchen)


Damit du siehst, wie man all das, was du bisher gelernt hast, kombinieren kann, zeichnest du jetzt einen vollständigen Kopf. Er beginnt mit der üblichen Eiform. Den Hals betrachtest du als einen schrägen Zylinder. Damit die Zeichnung symmetrisch wird, ziehst du eine senkrechte Mittellinie.

Nun ergänzt du waagrechte Hilfslinien für Brauen und Augen, Nase und Mund. Die Augenlinie wird in fünf Abschnitte aufgeteilt: aus zweien entstehen die Augen, ein dritter steht für den Augenabstand und der vierte und fünfte bemisst die Entfernung vom Auge bis zu den Seiten des Kopfes. Dieser Abstand beträgt eine Augenlänge. Die Nasenwurzel ist so breit wie ein Auge. Die Breite des Mundes entspricht zwei Augenlängen.

Schritt 2

(Quelle: Helles Köpfchen)

Die erste vereinfachte Skizze der Gesichtszüge wird direkt über die Hilfslinien aus Schritt 1 gearbeitet. Du zeichnest das Kinn etwas kantiger und ergänzt die Ohren. Deren oberer und unterer Rand liegt auf einer Höhe mit den Augen bzw. mit der Nase. Nun deutest du die Frisur an, die über die Umrisse der Eiform hinausgeht. Du zeichnest die Augenlider und ergänzt die Iris. Als nächstes werden Nasenrücken, Nasenflügel und -spitze skizziert. Dann zeichnest du die geschwungene Oberlippe und den Bogen der volleren Unterlippe. Der Kragen schmiegt sich an den Zylinder des Halses.

Schritt 3

(Quelle: Helles Köpfchen)



Du arbeitest jetzt mit der Seite des Stiftes und beginnst, die Töne mit kräftigen Parallelen anzulegen. Das Licht kommt von links, sodass die Schatten aus der - von dir aus gesehenen – rechten Gesichtshälfte liegen. Die getönten Flächen verlaufen von der Seite der Stirn über die Wange, den Kiefer und das Kinn bis zum Hals. Du ergänzt jetzt die erste Tönung bei Augenhöhlen, Iris und Pupillen und legst dann die Schatten bei Lippen und Nase an. Wie immer ist auch hier die Oberlippe dunkler als die Unterlippe, unter der noch ein Schatten liegt. Bei den Ohren kommen ein paar getönte Stellen hinzu. Das Haar wird als eine Fläche betrachtet, die auf einer Seite heller ist als auf der anderen.

Schritt 4

(Quelle: Helles Köpfchen)


Du vervollständigst die Zeichnung, indem du die Töne mit der Seite des Stiftes vertiefst und Konturen und Details mit der Bleistiftspitze noch einmal nachziehst.
Auf der Schattenseite des Gesichts erkennst du jetzt klare Unterschiede zwischen Licht, Halbton, Schatten und reflektiertem Licht. Auf der hellen Gesichtshälfte ergänzt du ein klein wenig Ton bei Wange und Kiefer. Du tönst die Augenhöhlen und die Unterseite von Nase und Nasenflügeln nach. Ebenso verfährst du mit den Lippen, den dunklen Stellen innerhalb der Ohren und den Schatten unter dem Kinn. Mit der Bleistiftspitze verstärkst du die Konturen der Ohren, betonst Details bei Augen und Brauen, zeichnest die Nasenflügel genauer und ergänzt Einzelheiten beim Kragen. Das Haar wird mit breiten Strichen mit der Seite der Mine vervollständigt.

letzte Aktualisierung: 11.11.2011

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