Kreidezeit: Höhepunkt und Ende der Dinosaurier

Dinosaurier - Teil 4

Teil 4 von 5

von Britta Pawlak

Während der Kreidezeit lösten sich die Kontinente vollends voneinander und ähnelten der Form, wie wir sie heute kennen. Das Klima kühlte sich etwas ab, und erstmals gab es unterschiedliche Jahreszeiten. In der Pflanzenwelt bildeten sich erste Blütenpflanzen und wurden nach und nach zur häufigsten Pflanzenart der Kreidezeit. Es gab die ersten Wirbeltiere wie Meeresschildkröten, deren Arten auch heute noch leben. Auf dem Höhepunkt des Kreidezeitalters gab es eine Vielzahl an verschiedenen Saurierarten, doch zum Ende der Kreidezeit kam es plötzlich zu einem Massensterben.

Tyrannosaurus Rex - der größte Jäger
Der Tyrannosaurus Rex war einer der größten Jäger unter den Dinosauriern.

Der wohl bekannteste Dinosaurier überhaupt lebte zum Ende der Kreidezeit. Oft wird behauptet, der Tyrannosaurus Rex sei das gefährlichste Raubtier aller Zeiten gewesen. Es gab jedoch kleinere Dinosaurier wie die Utahraptoren, die in Rudeln jagten und noch gefährlicher waren. Mit bis zu 15 Metern Länge und einer Höhe von sechs Metern war Tyrannosaurus Rex jedoch eines der größten Raubtiere in der Geschichte. Er wog über sechs Tonnen.

Tyrannosaurus Rex jagte alleine oder paarweise. Er war reiner Fleischfresser und ernährte sich vor allem von kleineren Entenschnabelsauriern, den Hadrosauriern (Hadrosauridae). Sie waren eine Unterart pflanzenfressender Vogelbeckensaurier und lebten zur Zeit der Oberkreide. Tyrannosaurus tötete seine Beute mit seinen 15 Zentimeter langen sägeartig gezackten Zähnen. Auffallend war sein riesiger Kopf. Im Vergleich zum Körper hatte der Raubsaurier ein relativ großes Gehirn, sodass er zu den intelligentesten Dinosauriern zählt.

Triceratops - das Dreihorn
Triceratops hatte drei Hörner auf dem Kopf und war mit einem Panzer ausgestattet.

Der Triceratops ist der bekannteste aus der Gruppe der Horndinosaurier. Wie Stegosaurus gehört er zu den Vogelbeckensauriern. Triceratops wurde etwa acht Meter lang. Mit zehn Tonnen wog er mehr als ein ausgewachsener Afrikanischer Elefantenbulle. Auf der Suche nach pflanzlicher Nahrung zog er - ähnlich wie die heute lebenden Elefanten - in Herden umher.

Er besaß ein dickes Nasenhorn und zwei etwa ein Meter lange Hörner über den Augen, die ihm seinen Namen verliehen: Triceratops bedeutet wörtlich übersetzt "Dreihorngesicht". Zur Verteidigung vor anderen Dinosauriern hatte er ein Nackenschild aus soliden Knochen. Bei Ausgrabungen finden Forscher heute oft beschädigte Triceratops-Knochen. Man führt die Schäden darauf zurück, dass die Artgenossen oft untereinander kämpften, indem sie sich mit ihren Hörnern duellierten.

Velociraptor - der schnelle Räuber
Nicht der größte, aber einer der schnellsten Räuber: der Saurier Velociraptor.

Der Velociraptor war ein zwei Meter langer, sieben bis 15 Kilogramm schwerer, fleischfressender Dinosaurier, der auf zwei Beinen lief. Er war sehr intelligent und konnte auf kurzen Strecken eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 60 Kilometern pro Stunde erreichen. Der Name Velociraptor bedeutet "schneller Räuber".

Er jagte zusammen mit bis zu fünf anderen Velociraptoren im Rudel. Sie machten Jagd auf Tiere, die größer als sie selbst waren. Sie lauerten wahrscheinlich ihren Opfern auf, um sie dann anzuspringen. Als Waffen setzten sie neben ihren Zähnen auch Krallen an Fingern und Zehen ein. Der Velociraptor hatte einen stabilen Schwanz, der ihm dabei half, beim schnellen Laufen das Gleichgewicht zu halten oder hastige Wendemanöver durchzuführen.

Ankylosaurus - der gepanzerte Pflanzenfresser
Der Körper des Ankylosaurus war gepanzert und mit vielen Stacheln bedeckt.

Ankylosaurus hatte einen gepanzerten Körper, der mit Stacheln bedeckt war. Auffallend war auch sein keulenförmiger Schwanz, mit dem er sogar einem angreifenden Tyrannosaurus tödlich verletzen konnte. Der Vogelbeckensaurier Ankylosaurus war ein reiner Pflanzenfresser. Überreste von ihm wurden in Nordamerika gefunden.

Er wurde etwa 10 Meter lang, sein massiger Körper wog bis zu 10 Tonnen. Der Plattenpanzer bestand aus unzähligen, in Reihen angeordneten Knochenplatten. Sie waren in der Lederhaut eingelassen und somit beweglich. Der Panzer und die unzähligen Stacheln schützten seinen gesamten Körper, und sogar seine Augenlider waren durch zwei Knochenplatten geschützt. Nur der Bauch des Ankylosaurus war nicht gepanzert. Wahrscheinlich drückte sich der Saurier bei Gefahr auf den Boden, notfalls schlug er mit seiner Schwanzkeule aus.

Pteranodon - einer der größten Flugsaurier
Der zahnlose Pteranodon war einer der bekanntesten und größten Flugsaurier.

Der Pteranodon war ein riesiger Flugsaurier mit einer Flügelspanne von bis zu neun Metern. Seine Fossilien wurden in Nordamerika gefunden. Obwohl sein Körper ungefähr 18 Kilogramm wog, war er ein guter und wendiger Flieger. Er hielt sich vor allem über Wasser auf - damals zog sich ein großes Flachmeer durch den Norden Amerikas. Seine Hauptnahrung waren Fische und andere Meerestiere.

Charakteristisch ist sein langer Kamm auf dem Hinterkopf, der möglicherweise bei der Verständigung mit Artgenossen hilfreich war - oder für die Stabilität beim Fliegen diente. Pteranodon hatte wie Vögel einen zahnlosen Schnabel - anders als die frühen Flugsaurier. Flug- und auch Fischsaurier zählen nicht zu den Dinosauriern, sondern stellen jeweils eine eigene Urreptilien-Gruppierung dar.

Im nächsten Teil erfährst du mehr über die wahrscheinlichsten Theorien, warum die Dinosaurier ausgestorben sind. Klicke dazu auf den Weiter-Pfeil rechts unten. Mit dem Zurück-Pfeil gelangst du zum vorigen Teil.

letzte Aktualisierung: 27.01.2012

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