Die Kunst des Färbens

Welt der Farben - Teil 2

Teil 3 von 9

Früher gab es den Beruf der "Färbers". Seine Aufgabe bestand darin, weiße Stoffe bunt zu färben.

Die Färber kannten die Pflanzen und Tiere, die sich zum Färben eigneten. Außerdem wussten sie, welchen Stoff sie wie vorbehandeln mussten, damit die Farbe auch auf ihm hält. Ob Schafwolle, Baumwolle oder Seide - die Farbstoffe halten nicht auf allen Stoffen gleich gut. Da musste man sich schon auskennen, um nicht die wertvollen Farben zu verschwenden.

Stofffaser

Krappwurzel


Beizenfarbstoffe - Stofffaser muss mit einem Beizmittel (Alaun) behandelt werden


Farbige Kleidung war Luxus

Früher war es üblich, dass die meisten Kleidungsstücke weiß, braun oder beige waren, weil sie nicht eingefärbt wurden. Das war für die einfachen Leute zu teuer. Sogar die Uniformen der österreichischen Armee waren weiß, da Österreich damals ein armes Land war. Die Preußen statteten ihre Soldaten dagegen mit blauen Uniformen aus. Denn Preußen konnte und wollte sich diesen Luxus leisten.


Alaun = Aluminium Beize

Aluminium-Beize


Heute brauchen wir uns um die Kunst des Färbens keine Gedanken mehr zu machen. Niemand braucht mehr ein bestimmtes Tiere zu jagen oder eine seltene Blume zu suchen, wenn er ein buntes Hemd herstellen möchten.

Denn Farbstoffe werden heute fast alle in Fabriken chemisch hergestellt - passend für den Stoff, auf den sie aufgebracht werden sollen. Und auch die Stoffe werden in Fabriken vorbehandelt und gefärbt. Das ist viel günstiger als früher und geht außerdem viel schneller. Daher kann sich heute jeder knallbunte Kleider kaufen. Mit Luxus hat das schon längst nichts mehr zu tun.

Chrom-Beize

Eisen-Beize



Farbstoffe und Pigmente

Professor Wolfgang Tremel erklärt, dass es grundsätzlich zwei unterschiedliche Arten von Farben gibt: Farbstoffe und Pigmente.

Farbstoffe lösen sich in Wasser auf und kommen in Pflanzen oder Tieren vor. Sie werden vor allem zum Färben von Kleidung und Essen verwendet.

Pigmente lassen sich dagegen nicht einfach in Wasser auflösen. Sie kommen in vielen Steinen und Mineralien vor. Mit Hilfe von Trägerstoffen wie etwa Öl kann man aus Pigmenten Farben herstellen, die sich dann prima zum Streichen von Wänden eignen.

letzte Aktualisierung: 28.11.2009

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