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Indianer: Die Hopi

Moderne Bauern in der Einöde

Teil 3 von 9

Irgendwie passen die Hopi so gar nicht in unser Indianer-Bild. Denn die Hopi waren keine wilden Büffeljäger, sondern friedliche Bauern, die in Dörfern lebten

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Hopi-Indianer, Fotograf: Edward S. Curtis, 1921 (Quelle: Edward S. Curtis: Hopi-Indianer)

Das Wort 'Hopi' ist abgeleitet vom Hopi-Wort "Hopitu shinumu" und bedeutet "friedliche Leute". Sie sind ein Volksstamm vom Zweig der Shoshonen und werden zu den Pueblo-Indianern gezählt.

Ihre Vorfahren gelangten bereits vor 12.000 Jahren in den Südwesten Amerikas. Anfangs waren sie noch Jäger und erlegten Mammute, Bisons und Hirsche. Doch schon etwa 2.500 v. Chr. begannen die ersten Indianer mit dem Anbau von Pflanzen und bauten Häuser. In Europa war man noch lange nicht so weit.

Moderne Landwirtschaft

Als der Weiße Mann das südliche Nordamerika eroberte, da traf er 1540 nicht nur auf wilde Kriegerstämme, sondern auch auf die kultivierten Pueblo-Indianer. Zu ihnen gehörte auch das Volk der Hopi. Sie waren geschickte Bauern. So legten sie in den unwirtlichen Bergen Arizonas Bewässerungssysteme an, damit dort Pflanzen wachsen konnten. Ihre festen Häuser aus Stein hatten sie lange Zeit vor ihren Feinden geschützt.

Vorteile des Lebens in der Einöde

Auch gegen die ersten weißen Eroberer, die Spanier, setzten sich die Hopi erfolgreich zur Wehr und blieben unabhängig. Als dann die USA im Krieg gegen Mexiko auch das Pueblo-Land erobert hatten, lebten die Indianer lange unentdeckt von den US-Amerikanern. Es kamen keine Goldgräber und Siedler - und so auch keine Soldaten - in ihr abgelegenes Gebiet. Die Hopi-Siedlungen wurden erst Ende des 19. Jahrhunderts von US-Missionaren entdeckt. Doch bei den Hopi hatten die Missionare keinen Erfolg, denn sie hielten an ihrern uralten Traditionen und ihrer Religion fest.

Da Siedler nicht in die Einöde ziehen wollten, durften die Hopi in ihrer Heimat wohnen bleiben. Sie bewahrten sich bis heute eine gewisse Unabhängigkeit. Sie konnten sich sogar erfolgreich gegen Großunternehmen wehren, die es auf Bodenschätze im Reservat abgesehen haben. Heute leben noch etwa 18.000 Hopi in ihrem Reservat.

letzte Aktualisierung: 10.02.2010

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