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J8-Tagebuch: Der dritte Tag

Zu Besuch im alten russischen Dorf und das WM-Finale

Teil 3 von 11

09.07.2006

Heute ist der Tag der Russischen Föderation gewesen: Unsere Gastgeber haben uns ihr Land vorgestellt. Wir waren in einem alten russischen Dorf, das Shuvalovka heißt. Alle Leute dort hatten folkloristische Kostüme an und haben mit uns alte russische Lieder gesungen.

Es war super, russische Tänze zu lernen. Alle haben mitgemacht. (Quelle: Unicef)

Alle Kinder, russische Begleiter und die Leute aus dem Dorf haben sich untergehakt und wir haben miteinander getanzt und geschunkelt. Es gab viele alte Häuser, in dem gezeigt wurde, wie früher Dinge hergestellt wurden. Wir konnten zum Beispiel mit einem Schmied einen Nagel machen. Das war ganz schön anstrengend und außerdem total heiß!

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Andere Kinder haben kleine Strohpuppen gebastelt oder selber Matrjoschkas angemalt. Matrjoschkas sind diese bunten, russischen Holzpüppchen, von denen es eine ganze Reihe in verschiedenen Größen gibt und die man ineinander stellen kann. Überall sah man Russen in traditioneller Kleidung. Ziemlich anders als bei uns, aber schau dir selber die Fotos an!

Es ist schwer, sich alle Namen zu merken

Wir haben russische Matrjoschkas bemalt und kleine Strohpuppen gebastelt. (Quelle: Unicef)

Wir sind außerdem mit dem Bus durch Sankt Petersburg gefahren. All die alten Häuserfassaden sind beeindruckend – und es sieht so anders aus als bei uns in Essen. Toll war der Garten des Peterhofs: Dort gab es einen Brunnen, wo wir von Stein zu Stein hüpfen konnten. Manchmal kam Wasser raus und sorgte für eine herrliche Erfrischung bei diesem sonnigen Wetter!

Mittlerweile können wir schon fast alle Namen der 64 Kinder und Jugendlichen, die am J8-Gipfel teilnehmen. Die sind gar nicht so einfach zu merken, denn viele haben Namen, die wir noch nie gehört haben, zum Beispiel Yumeko und Shingo aus Japan, Flore aus Frankreich oder Sergey aus dem russischen Team.

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Wir Deutschen sprechen sogar untereinander Englisch

Natürlich ist das ganze russische Dorf eine Attraktion für Touristen. Das echte Leben in Russland sieht anders aus. (Quelle: Unicef)

Obwohl uns die Italiener bei der Fußball-Weltmeisterschaft rausgekickt haben, verstehen wir uns mit ihnen super... :-) Einer von ihnen kann genau zwei Sätze deutsch: "Kartoffel über alles" und "Mein Hund ist zu Hause geblieben". Heute beim WM-Finale, das wir alle zusammen gucken werden, sind wir aber trotzdem für die Franzosen! "Allez les bleus", ("Vorwärts die Blauen") haben sie uns schon beigebracht!

Wir haben uns auch dran gewöhnt, immer Englisch zu sprechen. Es passiert sogar total oft, dass wir die anderen Deutschen auf Englisch ansprechen.


letzte Aktualisierung: 31.10.2009

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Teil 3 von 11

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