J8-Gipfel: Schüler diskutieren mit Merkel, Bush und Putin

Teil 1 von 11

von Janusch Krasberg und Moritz Backes - 07.07.2006

Acht Schüler des Gymnasiums Essen-Überruhr haben sich auf die Reise nach Sankt Petersburg in Russland begeben. Dort bereiten sich die 14-jährigen Jugendlichen beim Junior-8-Gipfel der Kinderhilfs-Organisation Unicef auf ein Treffen mit den mächtigsten Staats-Chefs der Erde vor. Sie werden Angela Merkel, Wladimir Putin, George Bush und anderen hohen Politikern mitteilen, wie die Probleme der Welt ihrer Ansicht nach gelöst werden sollten. Jeden Tag berichten sie für die Helles-Köpfchen-Leser von ihren Erlebnissen aus Russland (auf "Weiter" klicken).

Tag 1 - Freitag: Alles ist sehr aufregend. Am Bahnhof in Essen haben wir uns schon früh am Morgen von unseren Eltern verabschiedet. Auch der Westdeutsche Rundfunk (WDR) war da und hat Filmaufnahmen gemacht. In Frankfurt haben wir kurz nach dem Check-In nach Petersburg unsere ersten Mitstreiter gefunden - zwei Amerikanerinnen haben uns entdeckt. Als wir schon im Flieger saßen, kamen nach und nach auch die Engländer und Franzosen dazu. Wir sind nämlich nicht die einzigen, die am Jugendtreffen teilnehmen. Parallel zum G8-Gipfel der acht mächtigsten Regierungs-Chefs der Welt veranstalten wir unseren J8-Gipfel. Das "J" steht für Junior. Daran nehmen Jugendliche zwischen 13 und 17 Jahren aus den G8-Ländern teil. Die "G8" sind die acht wirtschaftlich stärksten Staaten der Erde - also Deutschland, England, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Russland und die USA.

Um von Samstag an neun Tage lang beim J8-Gipfel dabei sein zu dürfen, haben wir einen Wettbewerb der Kinderhilfs-Organisation Unicef gewonnen. Dafür mussten wir Arbeiten in englischer Sprache zu Themen wie Aids, Bildung und Energiesicherheit schreiben. Das sind genau die Themen, über die auch die Politiker während des G8-Gipfels sprechen werden. Wir Jugendlichen werden später die Staatsmänner und -frauen treffen, um ihnen unsere Meinung mitzuteilen.

Rasante Fahrt mit Blaulicht

Acht Schüler eines Essener Gymnasiums treffen die wichtigsten Politiker der Welt. (Quelle: unicef.de)

Auch in den anderen G8-Ländern waren Schüler dazu aufgerufen, sich Gedanken über die Weltpolitik zu machen. Jetzt lernen wir die Jugendlichen aus diesen Staaten, die ebenfalls gewonnen haben, kennen. Das halbe Flugzeug war voll von uns Gipfelteilnehmern. Schon im Flieger haben wir erste Namen ausgetauscht. Klasse!

In Sankt Petersburg angekommen, wurden wir von Reportern empfangen und dann von der Polizei ins Management-Training-Center eskortiert – und zwar mit Blaulicht! Wir sind durch St. Petersburger Ausfallstraßen mit Blaulicht und Sirene auf der Gegenspur und vorbei an hunderten Autos, die für uns rechts rausfahren mussten. Extra für uns - Das muss man sich mal vorstellen!

Von Kamera-Teams belagert

Als wir im Management-Training-Center angekommen waren, wurden wir regelrecht von Kamerateams belagert. Es gab sogar einen Kamerakran und eine Schiene, auf der die Kamera fuhr! Wir wurden herzlich von unseren russischen Gastgebern begrüßt. Es war super! Dann wurden die einzelnen Flaggen der G8-Staaten gehisst. Nikolai und Anja von der Sankt Petersburger Universität sind unsere Betreuer. Sie haben uns die Zimmer, das Restaurant und die ganze Anlage gezeigt. Das Gelände ist riesig und interessant, ganz anders als zu Hause, unsere Betreuer sind total nett und unsere Mitstreiter auch! Mal schauen, was uns morgen erwartet – dann geht es richtig los!!!

Und das ist unsere Gruppe aus der achten Jahrgangsstufe des Gymnasiums Essen-Überruhr: Laura Friedrich, Julia Servaty, Svenja Springob, Moritz Backes, Johannes Reimann, Dominik und Pierre Sieberin, Gruppensprecher Janusch Krasberg sowie Edmund Hundert, unser Lehrer.

letzte Aktualisierung: 31.10.2009

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