J8-Tagebuch: Der fünfte Tag

Teil 5 von 11

von Pierre Sieberin und Laura Friedrich - 11.07.2006

Heute haben wir uns um den Bereich "Bildung" gekümmert. In internationalen Diskussions-Gruppen haben wir über Themen wie "Zugang zu Bildung" und "Qualität von Bildung" gesprochen.

Pierre interviewt den russischen Bildungsminister, der vergeblich versucht, den kritischen Fragen auszuweichen. (Quelle: Unicef)

Nachdem wir den Vortrag eines Experten der russischen Regierung gehört haben, haben wir uns zusammen auf folgende Punkte geeinigt: Grundschule ohne Gebühren für alle, Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern bei der Ausbildung und alle Kinder dieser Welt sollen das Recht auf eine gute Ausbildung haben. Denn die ist durch die Globalisierung immer wichtiger geworden.

Wenn alle Menschen dieser Welt zehn US-Dollar im Jahr bezahlen würden, dann könnten die Kinder in allen Ländern zur Schule gehen! Wir sind uns einig: Bildung für alle muss sein!

Der Minister wollte ausweichen - aber ich ließ nicht locker

Pierre, Janusch, Moritz und Dominik lassen sich nach dem Eiskunstlaufen die Zuckerwatte schmecken. (Quelle: Unicef)

Ich (Pierre) habe an einer Diskussion für einen russischen Fernsehsender teilgenommen. Dabei hatte ich Gelegenheit, den russischen Minister für Bildung und Wissenschaft, Andrey Fursenko, zu interviewen. Mich hat am meisten interessiert, wie man dafür sorgen kann, dass auch in muslimischen Ländern alle Mädchen zur Schule gehen können.

Der Minister wollte meinen Fragen immer wieder ausweichen, aber ich habe mehrmals nachgehakt. Am Ende hat er mir zumindest Recht gegeben, dass dies ein wichtiger Punkt sei. Er schränkte aber ein, dass es schwierig sei, in andere Kulturen und Religionen einzugreifen. So sei es in muslimischen Ländern nun einmal oft Sitte, dass Jungen und Mädchen nicht gemeinsam unterrichtet würden. Ich habe daraufhin vorgeschlagen, dass man in diesem Fall ja spezielle Schulen für Mädchen einrichten könne.

Eislauf-Training mit dem Olympia-Sieger

Die italienische Delegation hat Laura und Janusch zwei elegante Karawatten geschickt - ein Wink mit dem Zaunpfahl ;) ? (Quelle: Unicef)

Am Nachmittag sind wir Eislaufen gewesen – und das mitten im Juli bei fast 35 Grad Celsius Außentemperatur. Der russische Olympiasieger im Eiskunstlaufen, Evgeniy Plushenko, hat uns seine Kür vorgeführt und uns ein paar grundlegende Bewegungen gezeigt, die wir nachmachen konnten.

Viele von uns Jugendlichen, zum Beispiel einige der Japaner und der US-Amerikaner, sind vorher noch nie Schlittschuh-Laufen gewesen. Also haben wir sie anfangs an den Händen genommen, um mit ihnen die ersten Schritte auf dem Eis zu üben. Es hat uns allen viel Spaß gemacht!

letzte Aktualisierung: 31.10.2009

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Teil 5 von 11

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