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Die Stars des deutschen Handball-Teams

Teil 2 von 2

von Sebastian Schwalbach

Manch einer behauptet ja, bei den Deutschen wäre einzig und allein das Team der Star. Aber auch die Deutschen haben einige Topspieler, die durch ihr Ausnahmetalent für die Mannschaft unverzichtbar sind. Das Helle Köpfchen stellt dir die sechs bekanntesten deutschen Handballspieler dieser WM vor:

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Florian Kehrmann (29 Jahren, Spitzname: Flo)

Flo

Florian begann seine sportliche Karriere abseits der großen Handballhallen. Im Alter von vier Jahren begann er - wie viele Jugendliche - mit dem Fußballspielen. Danach spielte er noch etwas Tennis, probierte sich auf der Piste beim Snowboarden aus, bevor er zu der Sportart wechselte, die er mittlerweile so gut beherrscht, dass er die deutsche Nationalmannschaft als Kapitän auf's Feld führt: dem Handball. Da man im Handballsport nur als Spitzenspieler sehr gut verdienen kann, machte Flo neben dem täglichen Training eine Bankkaufmann-Ausbildung bei der Sparkasse in Lemgo. In diesem Beruf arbeitet der 29- jährige jedoch nicht. Er konzentriert sich auf die Aufgaben in Verein und Nationalmannschaft, wo er zum Führungsspieler herangereift ist. Auf der Position des Rechtsaußen ist er weltweit bekannt und gefürchtet. In Deutschland wurde er bereits zwei Mal zum Handballer des Jahres gewählt. Neben Meistertitel und Pokalsieg mit seinem Verein TBV Lemgo zählt der Gewinn der Europameisterschaft mit dem Deutschen Team 2004 zu seinen größten Erfolgen. Flo ging wie viele seiner Mannschaftskollegen mit Verletzungssorgen in das Turnier, er zog sich einen Mittelhandbruch zu. Pünktlich zum WM-Beginn ist er zu zum Glück wieder fit.


Pascal Hens (26 Jahre, Spitzname: Pommes)

Pommes

"Pommes", wie seine Mitspieler und die Handball-Fans Pascal Hens rufen, zählt zu den bekanntesten und beliebtesten Deutschen Nationalspielern. Für Trainer Heiner Brand ist Pascal Hens auf der Position im linken Rückraum erste Wahl. Mit 118 Länderspielen zählt der 26-jährige zu den Spielern mit der meisten Erfahrung im Deutschen Team. Eine herausragende Eigenschaft von "Pommes" ist sein absoluter Wille. Wenn andere Spieler nach mehreren Fehlwürfen den Abschluss vermeiden, gibt er nicht auf und probiert es immer wieder - bis er das Tor trifft. International hat "Pommes" bereits einige Erfolge zu verzeichnen, zum Beispiel wurde er Europameister und Vizeweltmeister. Nun möchte er auch noch Weltmeister werden. "Wenn wir alle gesund bleiben, können wir den Titel holen.", sagte er vor der WM. Dass das Turnier vor heimischem Publikum stattfindet, gibt ihm zusätzlichen Auftrieb. "Man will immer gewinnen. Aber eine Weltmeisterschaft im eigenen Land motiviert natürlich besonders und kann enge Spiele entscheiden."


Oleg Velyky (29 Jahre)

Oleg

Ein großes Fragezeichen steht hinter Oleg Velyky, der in 29 Länderspielen bereits 98 Treffer für die Deutsche Handballnationalmannschaft erzielte. Der Rückraumspieler der SG Kronau-Östringen zog sich im Dezember einen Innenbandabriss im Sprunggelenk zu und bangt um seinen WM-Einsatz. Damit bleibt er der große Pechvogel: Wegen eines Kreuzbandrisses verpasste er 2006 bereits die Europameisterschaft. Trainer Heiner Brand hat ihn dennoch in das WM-Aufgebot genommen und hofft, dass er ihn zumindest in der Hauptrunde einsetzen kann. Der gebürtige Ukrainer spielte bereits für die ukrainische Nationalmannschaft, bevor er sich 2005 aus sportlichen Gründen entschied für das Deutsche Team aufzulaufen. "Denke immer positiv" ist das Lebensmottto des 29-jährigen. Dies gilt für ihn auch außerhalb des Handball-Feldes. So überstand er im Sommer 2005 eine Hautkrebs-Erkrankung. Mittlerweile hat er diese Krankheit jedoch vollständig überwunden und zählt im Team von Heiner Brand, der ihn wegen seiner Vielfältigkeit als "kompletten Handballer" bezeichnet, zu den tragenden Stützen.

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Henning Fritz (32 Jahre, Spitzname: Fritze)

Fritze

Henning Fritz wurde 2004 als erster Torhüter zum Welthandballer ausgezeichnet und zählt zu den besten auf der Linie: Seit Jahren ist Henning der große Rückhalt der deutschen Mannschaft. Es sind vor allem seine ruhige und gelassene Art und seine blitzschnellen Reflexe, die den Gegner zum Verzweifeln bringen. Deshalb reden manche auch respektvoll von dem "Magier". Zurzeit befindet er sich allerdings in einem Formtief. Beim THW Kiel sitzt der 32-jährige meist auf der Bank, weil die Norddeutschen im Sommer den französischen Europameister Thierry Omeyer und den Schweden Matthias Andersson verpflichteten. Bundestrainer Heiner Brand hält trotzdem an Henning Fritz fest und sprach ihm vor der Weltmeisterschaft das Vertrauen aus. Trotz seiner schlechten Situation im Verein hat Fritz vor der WM kein mulmiges Gefühl: "Die WM kommt mir sehr gelegen! Ich freue mich, mal wieder zeigen zu dürfen, wozu ich in der Lage bin. Und mit einer guten, jungen Mannschaft lässt sich einiges erreichen."


Christian Zeitz (26 Jahre, Spietzname: Zeitzi)

Zeitzi

"Wehe, wenn er abzieht!" Manchen Torhütern schlottern die Knie, wenn Christian Zeitz auf sie zuläuft. Der Kieler gilt als Schreckgespenst der Torhüter. Aus gutem Grund: Der 26-jährige hat eine recht untypische Spielweise, er ist dadurch kaum auszumachen und folgt auf dem Feld seinem Instinkt. Der Linkshänder ist ein Meister der Überraschung. Das alles hat "Zeitzi", wie ihn seine Mannschaftskollegen gerne rufen, die Bezeichnung "Straßenhandballer" eingebracht. Er ist in der Lage, ohne Vorwarnung aus dem Stand den Ball im Tor unter zu bringen. Dabei wirft er das Leder einfach mit voller Wucht an seinem Gegenspieler vorbei, statt zum Sprungwurf hochzusteigen. "Zeitzi" ist dafür bekannt, dass er Spiele entscheiden kann. "Er ist ein absoluter Leistungsträger", lobt Bundestrainer Heiner Brand. Christian hat bereits an sechs großen Turnieren teilgenommen, in 127 Länderspielen hat er bereits 368 Treffer erzielt, doch der große Wurf soll in diesem Jahr gelingen: ein Weltmeistertitel fehlt ihm in seiner Sammlung und den hofft er trotz Verletzungssorgen bei dieser WM erreichen zu können: "Auch hoffe ich selbst mit meinen Hüftproblemen eine gute WM zu spielen“, äußerte er sich zuversichtlich auf seiner Homepage kurz vor der Weltmeisterschaft.


Markus Baur (36 Jahre, Spitzname: Schorsch)

Schorsch

Auf Verletzungsprobleme wird Markus Baur nur ungern angesprochen. Mehrere schlimme Verletzungen haben seine bisherige Laufbahn geprägt wie kaum einen anderen Spieler im Team von Heiner Brand. Immer wieder musste er sich durch Reha-Maßnahmen kämpfen. Für diese Weltmeisterschaft ist Markus - als einer von wenigen im von Verletzungssorgen geplagten Team - endlich fit. Bereits seit 1994 trägt Markus Baur das Trikot der Deutschen Handballnationalmannschaft und ist mit seiner Erfahrung enorm wichtig. Er gilt als "verlängerter Arm" von Bundestrainer Heiner Brand. Immer wieder geht er während der Spiele an die Außenlinie, um mit dem Trainer die Taktik zu besprechen und diese an die Mannschaft weiterzugeben. Der 36-jährige gilt als einer der besten Rückraumspieler der Welt. In Deutschland wurde er 2000 und 2002 zum Handballer des Jahres gewählt. Markus will sein Können gerne bei der Weltmeisterschaft beweisen und ist froh endlich verletzungsfrei zu sein: "Es macht wieder richtig Spaß", freut er sich auf die WM.

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letzte Aktualisierung: 15.08.2009

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