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Der Koloss von Rhodos

Gigant auf wackeligen Beinen

Teil 3 von 8

von Kai Hirschmann

Der Koloss von Rhodos war die größte Bronzestatue der Antike. Das Weltwunder stand auf einem hohen Sockel in der Hafeneinfahrt der griechischen Insel und ragte 36 Meter in die Höhe. Doch schon nach wenigen Jahren stürzte der Koloss in sich zusammen.

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Der Koloss von Rhodos (Quelle: Liebig-Sammelbild, 1895)

Die alten Griechen erbauten die Statue zu Ehren ihres Gottes Helios. Sie glaubten, dass dieser Gott ihnen beim Kampf gegen einen feindlichen König aus Kleinasien (heute Türkei) geholfen hatte, ihre Stadt Rhodos zu verteidigen. Demetrios Polykletes hieß dieser König. Er musste den Kampf um die Stadt im Jahr 303 vor Christus nach über einem Jahr aufgeben - Rhodos war gerettet.

Ein Koloss entsteht

Zum Dank an ihren Gott arbeiteten die Griechen zwölf Jahre lang an dem gewaltigen Standbild. Künstler und Handwerker verstärkten das Innere der Statue mit Steinen. Die Außenhaut bestand aus Bronze. Wo der Koloss genau stand und wie er aussah, das kann man heute nicht mehr mit Sicherheit sagen. Denn bisher hat noch niemand eine antike Abbildung der Statue gefunden.

Zwar ist der Koloss auf einigen Bildern zu sehen, wie Schiffe durch seine breit geöffneten Beine in den Hafen einlaufen. Doch diese Bilder zeigen nicht die Wirklichkeit, sondern nur die Fantasie der Maler. Denn so (wie oben abgebildet) kann der Bronzegott nicht dagestanden haben - er wäre sofort wieder eingestürzt.

Wahrscheinlich stand der Koloss von Rhodos ähnlich an einer Hafeneinfahrt wie heute die Freiheitsstatue in New York. Dort kündete sie vom Reichtum und der Macht der Stadt Rhodos.

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Das plötzliche Ende

Nur 66 Jahre nach seiner Fertigstellung stürzte der Koloss bei einem Erdbeben ein und zerbrach. Die Einwohner der Stadt sammelten seine Überreste und schmolzen sie ein. Nichts blieb von ihrem Koloss übrig - außer den Beschreibungen in den antiken Reiseführern als eines der sieben Weltwunder.

Der Koloss von Rhodos im Überblick

  • Ort: Rhodos (Griechenland)
  • Entstehungszeit: 292 bis 280 vor Christus
  • Erbauer: Chares von Lindos
  • Höhe: 36 Meter
  • Gewicht: 12 Tonnen (12.000 Kilogramm)
  • Schicksal: zerstört durch ein Erdbeben im Jahre 224 vor Christus
letzte Aktualisierung: 04.02.2010

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Teil 3 von 8

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