Flusspferd

Angriffslustige Dickhäuter

Teil 11 von 73

von Kai Hirschmann

Das Flusspferd wurde von den alten Römern in Ägypten entdeckt, wo es an den Ufern des Nil graste. Doch es wurde gejagt und ist am Nil schon lange ausgestorben. Der Name Nilpferd macht heute also gar keinen Sinn mehr.

(Quelle: Kai Hirschmann)

Heute findet man das Flusspferd in Afrika nur noch in den Tierschutzgebieten südlich der Sahara-Wüste.

Flusspferde leben in Kolonien von bis zu 20 Tieren in langsam fließenden Gewässern mit Sandstränden. Jede Gruppe hat ein fest abgegrenztes Territorium zu Wasser und zu Lande.

Flusspferde sind gut an das Leben im Wasser angepasst. Die Tiere können sehr gut schwimmen und tauchen, im Wasser ist der größte Teil des Körpers unter der Oberfläche, manchmal sieht man nur die Augen, die Ohren und die Nasenlöcher. An Land verlieren sie viel Wasser durch Schwitzen und leiden schnell unter einem Sonnenbrand.

Flusspferde sonnen sich gerne. (Quelle: Kai Hirschmann (Helles Köpfchen))

Ganz schön gefährlich...

Flusspferde sind übrigens keine friedlichen Giganten. Obwohl sie nur Pflanzen fressen, verursachen Flusspferde mehr Todesfälle in Afrika als jedes andere Großtier (z. B. Krokodil, Elefant oder Löwe). Denn sie fühlen sich schnell angegriffen und verteidigen ihr Revier.

Bei Angriffen setzt es seinen Kopf wie eine Ramme ein; die bis zu 50 Zentimeter langen Eckzähne (aus Elfenbein) sind ebenfalls gefährliche Waffen.

Flusspferd im Zoo (Quelle: Kai Hirschmann (Helles Köpfchen))

Das Flusspferd scheut auch nicht davor zurück menschliche Boote anzugreifen. Dabei kann es kleinere Boote auch zum Kentern bringen.

Doch der Mensch ist für das Flusspferd viel gefährlicher als umgekehrt. Er hat es lange Zeit gejagt, um an das Elfenbein der Stoßzähne zu kommen. Dadurch wurde das Flusspferd überall ausgerottet, wo es nicht unter Schutz stand.

Flusspferde in Europa?

Bis zum Ende des Pleistozän vor ca. 10.000 Jahren gab es auch noch das Europäische Flusspferd.

Es war in weiten Teilen Europas bis nach Norddeutschland und England heimisch. Es wurde dann aber höchstwahrscheinlich durch steinzeitliche Jäger ausgerottet.

letzte Aktualisierung: 20.01.2010

Hat dir der Artikel gefallen? Unten kannst du eine Bewertung abgeben. Wir freuen uns auf dein Feedback!

20 Bewertungen für diesen Artikel

Teil 11 von 73

Hinweis zum Copyright für Schüler und Lehrer: Die Texte von Helles-Koepfchen.de dürfen für den Schulunterricht (z.B. zur Unterrichtsvorbereitung, als Unterrichtsmaterialien, für Hausaufgaben oder Referate) auch für die ganze Schulklasse kostenlos ausgedruckt und vervielfältigt werden. Einzige Voraussetzung ist eine korrekte Quellenangabe, die wie folgt aussieht: Quelle: Helles-Koepfchen.de, [Link zum Artikel]. Die Druckversionen aller unserer Artikel beinhalten in der Fußzeile bereits die passende Quellenangabe - diese muss auf den Ausdrucken sichtbar sein.