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Kugelfisch

Ein hoch giftiger "Futterball"

Teil 23 von 73

Kugelfische können sich bei Gefahr in Sekundenschnelle mit Wasser aufpumpen. So vergrößern sie ihren Umfang und wirken auf Angreifer abschreckend.

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Kugelfisch (Quelle: Kai Hirschmann (Helles Köpfchen))

In der straffgespannten Haut richten sich außerdem die vielen, normalerweise versteckten, kurzen Stacheln auf, so dass selbst im Schlund eines großen Fisches dieser "Futterball" nicht so recht rutschen will. Dieser Trick hilft ihnen zu überleben.

Viele der 90 Kugelfischarten sind hoch giftig. Das Gift eines Kugelfisches wird im afrikanischen Voodoo-Kult (gesprochen: Wudu-Kult) verwendet, um Menschen zu "Zombies" zu machen.

Es lähmt den Menschen, wenn er es in geringer Dosis einnimmt, ohne ihn zu töten. Das Herz steht fast still und man kann keinen Puls mehr fühlen. Nach einer gewissen Zeit lässt die Wirkung des Giftes nach und die Menschen erwachen wieder. Sie leben anschließend zwar weiter, können aber nicht mehr richtig denken. Das liegt daran, dass einige Teile ihres Gehirns einige Zeit nicht genug durchblutet wurden und daher abgestorben sind.

Gefahr auf dem Teller

In Japan werden Kugelfische, die dort Fugo heißen, sogar von einigen Menschen gegessen. In speziellen, teuren Restaurants werden sie zubereitet, obwohl sie giftig sind. Wer Fugo isst, beweist damit seinen Reichtum - denn Fugo essen ist teuer - und zum anderen seinen Mut. Das Fleisch wird von den "Feinschmeckern" entweder roh, als Sashimi, in dünne Scheiben zerlegt, verzehrt, oder als Suppe gereicht.

In Japan gab es bis in die 1960er Jahre offiziell 150 Tote im Jahr durch den Verzehr von Kugelfischen. Heute muss jeder, der mit dem Fang, dem Handel oder der Zubereitung zu tun hat, eine Lizenz besitzen. Dennoch kommt es jedes Jahr noch zu ungefähr fünf Todesfällen in Japan.

In Deutschland ist die Zubereitung von Fugo zum Glück streng verboten - auch in Sushi-Restaurants.

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letzte Aktualisierung: 16.02.2010

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