Bundesrepublik Deutschland

Teil 8 von 45

von Marlen Schott

Bundesrepublik Deutschland(Europa)


Deutschland ist ziemlich groß, weshalb es viele unterschiedliche Landschaften gibt. Im Norden ist Flachland und Wattenmeer, im Zentrum einige Mittelgebirge und ganz im Süden die Alpen als Hochgebirge. Deutschland liegt in der Mitte Europas und ist umgeben von neun verschiedenen Staaten. Im Norden grenzt die Bundesrepublik an Dänemark. An der deutschen Ost-Grenze liegen Polen und Tschechien. Im Süden Österreich und die Schweiz, im Westen Frankreich, Luxemburg, Belgien und die Niederlande.

Deutschland ist ein demokratisch-parlamentarischer Bundesstaat. Bundesstaat bedeutet, dass sich Deutschland aus 16 teilselbstständigen Bundesländern zusammensetzt. Teilselbstständig bedeutet, dass die Bundesländer einen Teil ihrer Politik selbst bestimmen können, zum Beispiel das Bildungs- und Polizeiwesen (z.B. ob man 12 oder 13 Jahre bis zum Abitur zur Schule gehen muss, oder welche Farben - grün oder blau - die Polizei-Uniformen haben). Andere Gesetze werden wiederum vom Bund gemacht und müssen auch in den Ländern befolgt werden.

Früher gab es auf dem Gebiet, auf dem sich Deutschland heute befindet, viele Kriege und Völkerwanderungen. Schon vor 700 000 Jahren haben die ersten Völker damit begonnen, sich in Zentraleuropa anzusiedeln. Wann Deutschland entstanden ist, kann man nicht mit Sicherheit sagen. Nur eines ist sicher, die Ureinwohner, die hier ab etwa 500 vor Christi Geburt siedelten, wurden Germanen genannt. Deshalb heißt Deutschland noch heute auf Englisch Germany.

Die alten Römer haben Deutschland sehr geprägt. Sie gründeten Städte, die noch heute bestehen. Trier und Mainz gehören zum Bespiel zu den ältesten Städten Deutschlands. Nachdem das Römische Reich zerfallen war, lebte zumindest der Name "Rom" in Deutschland fort. Deutschland bestand lange Zeit aus unzähligen größeren, zum Teil aber auch winzig kleinen selbstständigen Einzelstaaten. Sie nannten sich „Heiliges Römisches Reich deutscher Nation“.

Erst im Jahr 1871 vereinigten sich die vielen deutschen Einzelstaaten unter der Führung des ersten Deutschen Kanzlers Otto von Bismarck zu einem großen "Deutschen Reich“. Weil es damals Streit darum gab, ob Preußen oder Österreich die Vorherrschaft übernehmen sollte, wurde Österreich schließlich nicht in das Deutsche Reich mit aufgenommen.

Bis 1918 wurde das Deutsche Reich von einem Kaiser regiert. Er verlorene erste Weltkrieg (1914 - 1918) führte dann dazu, dass der Kaiser abdanken musste und im Jahre 1919 die erste Demokratie in ganz Deutschland entstehen konnte. Weil das erste demokratische Parlament am Anfang noch nicht in Berlin tagen konnte, wo Anhänger verschiedener politischer Richtungen noch immer gegeneinander kämpften, mussten die deutschen Demokraten nach Weimar umziehen - deshalb heißt die erste deutsche Demokratie auch "Weimarer Republik".

Diese endete jedoch nach nur 14 Jahren, als Adolf Hitler im Jahr 1933 zum Reichskanzler wurde. Danach wurde Deutschland zu einer grausamen Diktatur. Die Anhänger Hitlers (die Nazis) verschuldeten später den zweiten Weltkrieg (1939 - 1945), dem über 50 Millionen Menschen zum Opfer fielen. Zusätzlich ermordeten die Nazis etwa sechs Millionen unschuldige Menschen - besonders Juden, aber auch politisch Andersdenkende, Sinti und Roma und Homosexuelle.

Zum Glück hat Deutschland auch den Zweiten Weltkrieg verloren. Deutschland wurde zwischen den vier Siegermächten USA, England, Frankreich und Sowjetunion aufgeteilt. Aus der Besatzungszone der USA, England und Frankreich entstand im Jahr 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Aus der sowjetischen Zone entstand die Deutsche Demokratische Republik (DDR), die allerdings nur dem Namen nach eine Demokratie war.

Die beiden deutschen Teile waren durch Mauern und Zäune voneinander getrennt. Erst am 9. November 1989 wurden die Mauern niedergerissen, kurz danach löste sich die DDR auf. Am 3. Oktober 1990 traten die ostdeutschen Bundesländer - also die frühere DDR - der Bundesrepublik Deutschland bei. Seitdem ist ganz Deutschland wieder ein demokratischer, ungeteilter Staat.


Größe des Landes
357.022 qkm

Hauptstadt
Berlin
Einwohner
82,5 Mio.
Landessprachen
  • Deutsch (Amtssprache)
  • Dänisch (Minderheit)
  • Sorbisch (Minderheit)

letzte Aktualisierung: 11.12.2014

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